Ratgeber für Vereine und Veranstalter

Festzelt organisieren: woran du denken musst.

Ein Festzelt macht aus einem Fest eine Veranstaltung, die auch bei Regen stattfindet. Es bringt aber Pflichten mit sich, an die man beim ersten Mal nicht denkt. Diese Liste geht sie durch – als Orientierung, nicht als Rechtsberatung.

Menschen feiern gemeinsam bei einem Event in der Region

Größe und Standort

  • Wie viele Gäste sollen gleichzeitig Platz finden – sitzend oder stehend?
  • Untergrund prüfen: Wiese, Schotter, Asphalt? Danach richtet sich die Verankerung.
  • Zufahrt für Auf- und Abbau, Ver- und Entsorgung klären.
  • Abstand zu Gebäuden, Bäumen und Nachbarn beachten.
  • Fläche genehmigen lassen, wenn sie öffentlich ist.

Technik

  • Strom: Wie viel Leistung brauchen Kühlung, Küche, Bühne und Licht? Verteiler und Kabel gehören dazu.
  • Licht: Zeltbeleuchtung und Beleuchtung der Wege nach draußen.
  • Heizung: Bei Frühjahr, Herbst oder Abendveranstaltungen einplanen.
  • Boden: Bei Wiese Bodenplatten oder Bretter, sonst wird es bei Regen unpassierbar.
  • Ton: Lautstärke und Endzeiten mit der Kommune abstimmen.

Sicherheit

  • Fluchtwege frei halten und kennzeichnen, Notausgänge nicht zustellen
  • Feuerlöscher bereitstellen, Standorte allen Helfern zeigen
  • Windlastvorgaben des Verleihers ernst nehmen – bei Sturmwarnung gibt es klare Abbruchregeln
  • Wer entscheidet bei Unwetter? Diese Person vorher benennen
  • Erste-Hilfe-Material und Notfallnummern griffbereit, bei größeren Festen Sanitätsdienst

Ausschank und Küche

  • Vorübergehende Gestattung für den Ausschank rechtzeitig beantragen
  • Kühlung und Nachschub planen, auch für heiße Tage
  • Hygienevorgaben beim Umgang mit Lebensmitteln beachten, Handwaschmöglichkeit einplanen
  • Jugendschutz: Wer kontrolliert das Alter beim Ausschank?
  • Pfand- und Mehrwegsystem klären, in vielen Orten inzwischen Pflicht oder gewünscht

Auf- und Abbau

  1. Termine mit dem Verleiher schriftlich festhalten, inklusive Uhrzeiten.
  2. Helfer für beide Tage einteilen – der Abbau ist der Teil, für den erfahrungsgemäß niemand übrig ist.
  3. Werkzeug, Leitern und Sackkarre vorher organisieren.
  4. Zustand bei Übernahme und Rückgabe fotografieren.
  5. Fläche nach dem Abbau reinigen und abnehmen lassen.

Typische Fehler

  • Strombedarf unterschätzt – am Abend geht das Licht aus
  • Kein Regenplan für den Weg zwischen Parkplatz und Zelt
  • Endzeit für Musik nicht abgestimmt, danach Ärger mit Nachbarn
  • Abbauhelfer nicht verbindlich eingeteilt
  • Keine Absprache, wer bei Unwetter entscheidet

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was kostet ein Festzelt?

Das hängt von Größe, Ausstattung, Dauer und Anbieter ab. Hol dir zwei bis drei Angebote ein und achte darauf, was enthalten ist: Boden, Licht, Heizung, Auf- und Abbau, Anfahrt.

Welche Genehmigungen braucht ein Festzelt?

Häufig eine Erlaubnis für die Fläche, eine Gestattung für den Ausschank und je nach Größe Auflagen zu Sicherheit und Fluchtwegen. Die Kommune sagt dir, was in eurem Fall nötig ist.

Wer entscheidet bei Sturm?

Legt vorher eine Person fest, die im Zweifel abbricht. Die Vorgaben des Zeltverleihers zur Windlast sind dabei verbindlich.